
Warum der Moorschutz so wichtig ist:
Moorlandschaften haben Eigenschaften, die unserem Klima sehr gut zu tun. Durch den hohen Wassergehalt sind sie in der Lage, an heißen Tagen die Umgebung über Verdunstung abzukühlen. Desweiteren fungieren sie als Kohlenstoffsenken. Moore speichern dreimal so viel CO2 als alle Wälder der Erde zusammen, vorrausgesetzt sie bleiben nass, auch im Sommer. Durch den Klimawandel werden Niederschläge allerdings unregelmäßiger und darin liegt die Gefahr für das Moor. Wird es trockengelegt, beispielsweise für Torfabbau, dann kommt der Kontakt zu zerstzenden Kleinstlebewesen zustande, welche wiederum Sauerstoff verbrauchen und Kohlenstoffdioxid abgeben. Unser Hochmoor wird nur von Regenwasser gespeist. Es ist nährstoffarm und sauerstoffarm, was es den sonst üblichen Zersetzern schwer macht zu überleben. Dass das Torfmoos das Wasser zusätzlich sehr sauer macht und durchschnittlichen Wassertemperaturen realtiv niedrig sind, spielt dabei ebenso eine Rolle.
Eine weitere Gefahr für das Moor geht von Moorbränden aus. Brände verursachen einen Anstieg von Nährstoffen, was den Moorlandschaften allerdings keinen Vorteil bietet, da durch Eutrophierung das Ökosystem aus dem Gleichgewicht gerät. Das benötigte Löschwasser sorgt für denselben Effekt. Außerdem ist der aus Torf bestehende Boden aufgrund des porösen Materials nicht nur in den obersten, sondern auch in den untersten Schichten sehr brennbar, auch wenn sich Wasser im Untergrund befindet. Es ist eben nicht die Anwesenheit von Wasser, welches ein Feuer löscht, sondern die Abwesenheit von Sauerstoff. Daher geht von jeder achtlos weggeworfenen Zigarette eine große Gefahr aus:
